... sowohl im Changemanagement, als auch in der Projektkommunikation.

Heute spreche ich über deine Möglichkeiten, um sicherzustellen, dass ein großes Veränderungsprojekt in deinem Unternehmen auch die gewünschten Früchte tragen kann. Oft scheitern große Changeprojekte und heben leider nicht "die Synergien", die man sich vorher erhofft hat. Ich zeige dir in dieser Folge, wie ein Projektpodcast dir dabei helfen kann Botschaften hierarchieübergreifend zu kommunizieren und erläutere, warum das generell - und besonders im Rahmen von Veränderungsprojekten - wichtig ist.

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Diese Podcast-Folge zum Nachlesen

Hallo, schön, dass du wieder dabei bist. Heute geht es um den Projektpodcast. Und einige von euch werden jetzt sagen, was denn für ein Projekt zum Thema Podcast? Nein, es ist kein Projekt zum Thema Podcast, also nicht das Projekt: Podcast, sondern es ist DER Projektpodcast. Es geht um einen Podcast, der nur unternehmensintern entwickelt und eingesetzt wird, um Botschaften an Mitarbeiter zu kommunizieren. Zum Beispiel komplett global für ein Unternehmen oder zum Beispiel nur im Rahmen eines Change-Projektes. Und warum das eine tolle Idee ist, die extrem wirksam ist und relativ einfach und schnell umzusetzen ist, erzähle ich euch in den nächsten Minuten. Also, schauen wir uns das Ganze doch mal an!

Wunderwaffe in der Projektkommunikation

Ich bin jetzt seit über zwanzig Jahre Projektleiter und habe diverse Projekte umgesetzt und habe auch in vielen Projekte mitgearbeitet und habe häufig beobachtet, dass so gerade die riesigen Change-Projekte, wo irgendwelche Organisationen komplett umstrukturiert werden, wo es Fusionen gab, wo man versucht hat, die Kommunikation irgendwie einzufangen, oft schiefläuft. Schieflaufen im Sinne von, na ja, wie soll ich sagen, man hört dann immer so Sätze wie “Die Mitarbeiter wurden nicht korrekt mitgenommen” oder, wenn man sich mit den Mitarbeitern unterhält, hört man dann so was wie: “Leute, das ist euer Change-Projekt, warum sollen wir denn da jetzt mitarbeiten?” Das heißt also, ich habe oft beobachtet, dass totales Unverständnis herrscht bei Mitarbeitern der verschiedensten Hierarchiestufen. Das heißt sozusagen, dass irgendwelche Botschaften von ich sage mal von oben herabkommen, also im Falle eines CIO, er spricht irgendwas auf einer Veranstaltung, und dann hört man nicht richtig zu und dann versteht man vielleicht was, alle verstehen das Gleiche, wenn die Worte gut gewählt sind, die Präsentation gut ist. Und manchmal gibt es aber auch solche Kommunikationsstränge, wo extrem die Hierarchie eingehalten wird, wo man praktisch ein Projekt, eine Kommunikation an die Mitarbeiter und geht dann halt hin und benutzt praktisch eine Kommunikationskaskade. Also stellt euch vor, die Projektleitung zum Beispiel oder die Geschäftsleitung oder ein dort angesiedeltes Projekt möchten eine bestimmte Botschaft kommunizieren an die Mitarbeiter und verfasst dann in Zweifelsfall einen Blogbeitrag im Intranet oder sendet dann E-Mails, was ja noch leider sehr, sehr oft vorkommt oder versendet vielleicht eine PowerPoint und sagt: “Liebe Bereichsleiter, das hier ist unsere neue Strategie oder unser Ziel unseres Change-Projekts, gebt das bitte mal an eure Untergebenen, in Anführungsstrichen, weiter. Die Bereichsleiter gehen dann hin und haben im Zweifelsfall irgendein Meeting mit ihren Abteilungsleitern und verkünden dann die Botschaft. Und die Abteilungsleiter haben dann die Aufgabe, die Botschaft weiterzugeben an die Teamleiter und die Teamleiter dann die Aufgabe, diese Botschaft an die Mitarbeiter weiterzugeben. Und ihr merkt schon dabei, ja, das Ganze erinnert ein wenig an das frühere Spiel “Stille Post”. Ich weiß nicht, ob ihr das noch kennt, viele Kinder saßen damals sozusagen in einer Reihe und das erste Kind hat einen Satz dem zweiten ins Ohr geflüstert, das zweite Kind hat das, was es verstanden hat dem dritten ins Ohr geflüstert und so weiter und so weiter. Und am Ende, das letzte Kind hat dann den Satz, den es verstanden hat, laut gesagt.

Kommunikationsfehler an den Hierarchiegrenzen?

Und ich fand das damals immer schon sehr, sehr witzig, ohne zu wissen, dass ich nachher in Kommunikationsprojekte drin bin und da das alles andere als witzig ist. Weil, die verdutzten Gesichter der anderen Kinder zu sehen war immer sehr goldig. Wenn das letzte Kind aus der Reihe dann den Satz sagt, den es verstanden hat, der meistens überhaupt nichts mit dem zu tun hatte, was das erste Kind dem zweiten ins Ohr geflüstert hat und alle anderen haben danach auch verdutzte Gesichter gehabt, weil, es macht teilweise überhaupt gar keinen Sinn. Natürlich ist so eine Kommunikation in so einem großen Change-Projekt nicht zu vergleichen mit “ich flüstere dem Ersten was ins Ohr und der Erste flüstert es dem Zweiten ins Ohr”, aber an jeder Schnittstelle von Person zu Person oder von Hierarchieebene zu Hierarchieebene gibt es halt manchmal Missverständnisse. Also die Geschäftsleitung sagt was den Bereichsleitern, und die Bereichsleiter verstehen eine bestimmte Botschaft, vielleicht ist sie schon interpretiert, geben das, was sie verstanden haben an die Abteilungsleiter weiter, die verstehen auch wieder was, fragen sich wahrscheinlich, wie heißt denn das jetzt, was bedeutet das für MEINE Arbeit als Abteilungsleiter und meine Teams darunter, interpretieren diese Botschaft vielleicht schon wieder und geben diese interpretiert ein bisschen weiter. Und genauso machen es die Teamleiter für ihre Mitarbeiter. Und, ihr könnt mir glauben, ich bin in diversen Projekte dabei gewesen und ich spreche immer mit ziemlich vielen Leuten, nicht nur mit den oberen Hierarchiestufen, sondern ich sprechen halt auch gezielt mal mit Mitarbeitern, denen im Zweifelsfall nicht so oft von oben kommuniziert wird. Und allein so eine Frage wie “Sage doch, was ist noch mal genau Ziel dieses Projektes, in dem du jetzt mitarbeitest?” führt manchmal zu Erkenntnissen, die wirklich erschreckend sind, weil Mitarbeiter dann manchmal so was sagen wie “weiß ich auch nicht, aber mein nächstes To-do ist das”, also das große Zielbild ist da total verlorengegangen. Oder, die haben manchmal ein ganz anderes Bild. Und dann fragt man sich natürlich, wie kann das passieren? Na ja, wie gesagt, stille Post, es kann sein, dass einfach durch Übertragungsfehler oder Interpretationen an einzelnen Schnittstellen es zu Fehlern, Missinterpretationen, Uminterpretationen der Botschaft kommt und dann die Botschaft, die sozusagen die ganze Hierarchiestufe herunter interpretiert wird, dann wirklich nicht mehr übereinstimmt mit der Strategie, die oben mal verkündet wurde. Und das hört sich alles so total trivial an, aber das ist ein riesen Ding, warum viele Change-Projekte nach meinem Verständnis scheitern oder nicht die Produktivität auslösen und die Produktivität freisetzen, die man sich häufig von solchen großen Change-Projekten erhofft, Thema Synergien, und das muss nicht sein. Ich habe mir mal anguckt und einfach mal drei Punkte rausgeschrieben, was wird häufig bei so Change-Projekten falsch gemacht im Rahmen der Kommunikation. Das Erste ist, die Projektarbeit findet häufig so im stillen Projekt-Kämmerlein statt, es gibt dann so Projekte, es gibt darunter Teilprojekte und diese Teilprojekte arbeiten dann so still vor sich hin und irgendwann, Monate später gibt es dann Ergebnisse, die werden hochaggregiert und irgendwann spricht dann das große Change-Projekt im Rahmen einer internen Kampagne oder manchmal werden auch Plakate gedruckt und manchmal gibt es auch für jeden Mitarbeiter eine Tasse, da steht dann “Change” drauf, “Change-Projekt 2050” und “Da geht es lang!”, aber das ist halt eine sehr punktuelle Kommunikation und es dauert extrem lang. Und deswegen gibt es dann natürlich Flurfunk, Leute interpretieren irgendwas, die sagen: “Da gibt es schon wieder irgendwas, da wurde was im stillen Kämmerlein ausgeheckt, ich habe da was gehört!” und das sorgt für extreme Unruhe. Also, Projektarbeit im stillen Kämmerlein ist glaube ich ein Punkt der dazu führt, dass Change-Projekte oft in die Hose gehen, weil es eben zu wilden Spekulationen führt. “Wer weiß, was die da wieder aushecken”, so nach dem Motto! Man möchte die Projektkommunikation vollständig unter seiner Kontrolle behalten. Das heißt, wir haben eine Kommunikationskaskade, wie ich gerade schon erklärt habe und wie kommunizieren genau entlang dieser Kaskade. Geschäftsleitung und Bereichsleitung, Abteilungsleitung, Teamleiter, Mitarbeiter. Und damit hat man nämlich genau die einzelnen Schnittstellen, an denen es bewusst oder unbewusst zu Veränderungen der Botschaft kommen kann.

Nicht-Kommunikation ist keine Lösung!

Und, was oft noch passiert, man versucht unbedingt, den Flurfunk zu vermeiden, indem man sagt: “Wir kommunizieren dieses Ding jetzt noch nicht, weil, sonst gibt es Gerede!” Das Problem ist aber, wer Paul Watzlawick kennt, eines seiner Axiome ist, man kann nicht nicht kommunizieren. Das heißt, auch wenn man nichts sagt, ist das ja eine bestimmte Botschaft, weil Mitarbeiter dann sagen: “Die sagen nichts, oh Gott, oh Gott, wer weiß, was da auf uns zukommt, wenn die nichts sagen, oh je, oh je!” und dann gibt es Flurfunk. Und das führt zu einer Unruhe, zu einer Unproduktivität, die muss echt nicht sein. Und ich habe es in vielen Projekte beobachtet, damals noch, als Projektmitarbeiter, nachher in Projekten habe ich es hoffentlich immer anders gemacht als Projektleiter, und immer versucht, sehr offen zu sein und diese Projektarbeit im stillen Kämmerlein bestmöglich zu kommunizieren. Natürlich gibt es Projekte, wo man die ganze Belegschaft nicht einbeziehen kann, aber das ist nicht bei jedem Projekt der Fall. Und im Zweifelsfall kann man auch mal kommunizieren und sagen: “Leute, es gibt eine Änderung, das und das ist das Ziel. Im Augenblick sind wir an dieser Fragestellung dran. Es gibt drei Richtungen, die wir weiterdenken, wir wissen nicht, wo es hingeht, das ist Projektarbeit, das kommt in den nächsten Wochen, aber das sind diese drei Richtungen, vielleicht habt ihr Input, gebt uns doch mal welchen!” Das heißt, einfach sich mal darauf besinnen, nicht nur das Projekt an sich erarbeitet diese Projekt-Change, sondern im Zweifelsfalls auch mal der Mitarbeiter unten, weil es ist manchmal wirklich vermessen zu glauben, dass man selber oder vielleicht seine kleine Schar von drei Leuten drum herum, vielleicht sind es auch fünfzig, die Weisheit mit Löffeln gefressen haben und wissen, wie so ein ganzes Unternehmen funktioniert. Ich bin manchmal wirklich erstaunt, je nach Flughöhe in einem Unternehmen, wie verschieden die Bilder des eigenen Unternehmens sind. Also was zum Beispiel manche Geschäftsleitungen glauben, wie ihr Unternehmen und wie Prozesse intern gelebt werden und funktionieren und wie sie dann wirklich auf Mitarbeiterebene umgesetzt werden. Und dazwischen gibt es immer Diskrepanzen. Deswegen bin ich ein großer Freund davon, extrem offen zu sein. Und deswegen ist für mich sozusagen ein Punkt, um für den Erfolg eines Change-Projektes zu sorgen, mit den Mitarbeitern zu kommunizieren, und zwar in der gesamten Projektlaufzeit. Wie gerade schon gesagt, es geht nicht darum zu sagen: “Das ist das Ziel, da kommen wir in zwei Jahren hin, wenn das Projekt zu Ende ist!”, weil, das weiß man dann ja noch nicht. Aber, regelmäßig zu kommunizieren, und zwar eindeutig und präzise. Und man kann auch offen sein und sagen: “Pass auf, wir haben hier diese Fragestellung und da gibt es drei Punkte, wir denken in die drei Richtungen, wir wissen es noch nicht, wir untersuchen das, aber es kommt!” Wenn das ein geheimes Projekt ist, müssen wir nicht darüber reden, dass wir das nicht kommunizieren können, aber nicht alle Projekte sind geheim, weil sie Mergers-und-Acquisitions-Projekte sind oder börsenrelevante Geschichten haben oder erst mit dem Betriebsrat abgestimmt werden müssen im Zweifelsfall, den man sowieso ganz besonders einbinden muss und nicht ausbinden, sage ich mal, sondern immer einbinden, und zwar ganz bewusst. Also, mein Tipp: Kommuniziert mit allen Mitarbeitern während der gesamten Projektlaufzeit, und zwar hierarchieübergreifend. Das heißt, wenn ihr da oben in der Geschäftsleitung sitzt und da ein großes Change-Projekt verantwortet, plant und durchführt, kommuniziert nicht entlang der Kommunikationskaskade, Bereichsleitung, Abteilungsleitung, Teamleitung, Mitarbeiter, sondern macht es breiter. Dazu gibt es diverse Möglichkeiten, man kann Social Intranetsysteme nutzen, Netzwerksysteme, man kann im Intranet einen Post absetzen oder einen Projektblog aufsetzen, es gibt alles Mögliche, nur verlasst euch nicht auf diese Kommunikationskaskade. Weil, in großen Change-Projekten sind nämlich genau die Teilnahme, also Bereichsleitung, Abteilungsleitung, Teamleitung häufig extrem betroffen! Und manchmal verfälschen die die Botschaft absichtlich, unabsichtlich, willentlich oder aus Versehen, kann alles passieren. Deswegen glaube ich schon, ihr wollt, dass die Botschaft von euch wirklich überall ankommt, kommuniziert sie breit und nicht entlang der Kaskade. Kommuniziert mit einer Stimme und mit unmissverständlichen Botschaften.

Einfache Botschaften sind nicht (immer) einfach zu formulieren!

Also ich sage mal, das Ziel sollte sein, dass eure Botschaften direkt von jedem ohne Interpretationsspielraum verstanden wird. Jetzt sagt man natürlich, ja, ohne Interpretationsspielraum, das ist ja dann so wie die Bildzeitung! Ja, was soll ich da sagen? Tja, die wird von vielen Leuten gelesen und die ist relativ mächtig, weil sie mit einfachen Botschaften viele Leute erreicht, erreichen kann. Und ja, man muss manchmal von seinem hohen Ross runterkommen und einfach mal sagen: “Pass mal auf, wir sprechen ganz einfach und präzise.” Und, glaube mir, das ist die hohe Kunst! Es ist nicht die hohe Kunst, viele Fremdworte zu verwenden, komplizierte Zusammenhänge zu haben, sondern ein Schaubild zu machen, ein ganz einfaches. Also, das verwende ich häufig in meinen Projekten, ganz einfache Schaubilder. Die wirken total simpel, da sind dann drei Kreise drauf, da steht was drin, da sind Pfeile hin und her und manchmal ist ein Pfeil nur hin und nicht her und so, ganz simple Schaubilder, die aber extrem viel erklären. Man kann natürlich versuchen, in so ein Schaubild alles reinzuquetschen, die gesamte IT-Landschaft eines Unternehmens, dann wird man aber auch nach wenigen Sekunden schon einen Großteil der Leute abhängen. Es geht häufig nur um globale Zusammenhänge und einfache Struktur. Deswegen: Versucht möglichst unmissverständlich und mit einfachen und vor allen Dingen unmissverständlichen Botschaften zu kommunizieren und lasst einfach mal ein Fremdwort weg. Alleine der Prozess, um so eine Botschaft zu formulieren, ist manchmal sehr heilsam. Weil, wenn man sich da so hinsetzt und sagt: “Okay, das hier ist die Botschaft, die wir kommunizieren wollen an die Mitarbeitern, fragt doch mal jemand Dritten und legt dem die mal hin.” Ich mache das inzwischen und kriege öfter mal solche Sachen durchgeschickt, man schickt es mir und sagt: “Lies doch mal drüber und, was denkst du?” Und da sind manchmal Bandwurm- und Schachtelsätze drin mit zig Fremdworten und vor allen Dingen Abkürzungen und ich verspreche euch, das geht in die Hose. Lieber präziser! Und das, glaubt mir, ist extreme Arbeit. Also, wenn das Tage dauert, um einen halbseitigen Text zu formulieren mit mehreren Leuten, dann kann das sinnvoll sein. Muss nicht immer, kann aber. Weil, in der Kürze liegt die Würze, wie man so schön sagt. Also, denkt daran! Und, was extrem wichtig ist und was bei vielen Change-Projekten total zu kurz kommt ist nach meinem Verständnis das Zuhören. Es ist ein total unterschätzter Bestandteil der Projektkommunikation. Man sagt ja immer so: “Oh, wir sind das Projekt und wir müssen jetzt diese Botschaft an die Mitarbeiter kommunizieren”, aber zum Kommunizieren gehört eben Kommunikation, und das hat einen Hin- und einen Rückweg. Das heißt, ich muss nicht nur meine Botschaften senden, sondern ich muss auch dafür sorgen, dass im Zweifelsfall die Botschaft richtig im Kopf des Gegenübers angekommen ist. Und, ich kann nicht beeinflussen, was der andere versteht, ich kann nur beeinflussen, was der andere sagt. Wenn ich aber die Ohren aufmache und zuhöre und Botschaften sende und die Bereitschaft und Möglichkeit biete, sozusagen auch mal zu antworten und mal im Zweifelsfall im Intranet runterzukommunizieren und zu sagen, “das gefällt mir so nicht, weil ihr habt daran und daran nicht gedacht”, dann ist das nicht gut. Es ist extrem wertvoll sozusagen, die Rückhand wieder zu kriegen, weil dann auch relativ schnell mitkriegt, die Botschaft, die wir ausgedacht haben, ist total falsch verstanden worden oder ist anders verstanden worden als wir die gesagt haben, weil sie vielleicht nicht präzise genug war oder irgendwie Interpretationsspielraum hat. Und wenn ich sozusagen von Kommunikationsmöglichkeiten spreche, habe ich ja gerade schon gesagt, es gibt diverse Social Internetgeschichten oder, oder, oder, ich bin aber ein Freund davon, auch mal was Neues auszuprobieren, habe das gemacht in einigen Projekten, habe das in einigen Projekten beobachtet und ein Podcast ist ein erstaunliches Mittel, ich habe sogar Wunderwaffe für Changemanagement und Projektkommunikation genannt, weil ich fest davon überzeugt bin,

Podcasts in der Projekt- und Change-Kommunikation

Podcasts sind extrem wertvoll für die Kommunikation. Ich meine, also wenn man sich mal anschaut, wie die Verbreitung von Podcasts ist, du bist auch ein Podcast-Hörer und gehörst damit zu schlappen, aktuell letzter Stand Bitkom-Studie von 2018 zu 22 Prozent der Deutschen, die regelmäßig Podcast in ihrer Freizeit hören, das ist ein Fünftel, da ist ganz erstaunlich! Und, warum tust du das? Weil es eben einfach ist! Man kann zu einer bestimmten Zeit Informationen konsumieren, und zwar zu der Zeit, wann es einem gerade passt, wann es geht. Und so eine Botschaft geht im Zweifelsfalle im Kopf, also man sagt ja, die geht ins Ohr, und wird dann besser verarbeitet, weil man sich darauf konzentrieren muss. Denkt doch mal einfach darüber nach, wäre es vielleicht sinnvoll, in eurem großen Change-Projekt auch mal einen Podcast einzusetzen, warum nicht in einem Veränderungsprojekt auch mal auf Podcast zu setzen? Also weil, so ein Ding lässt sich ja relativ schnell und einfach produzieren. Was braucht man? Ein Mikro, im Zweifelsfalle ein Standard-Smartphone kann noch ein bisschen an der Qualität des Podcasts schrauben. Man muss sich dann Gedanken darüber machen, wie gebe ich das an meine Mitarbeiter aus. Kann man einfach machen, indem man es auf ein Dateilaufwerk legt, ist sicherlich nicht so schick, kann man mit simpelsten Methoden ins Intranet stellen oder in ein Wiki-System wie Confluence zum Beispiel, stellt man es dort einfach ein, hat eine Webseite, und darauf befinden sich immer die kleinen Tonkonserven, also die kleinen Projektpodcasts, die dann im regelmäßigen Rhythmus erscheinen. Relativ simpel, muss man überlegen, wie man alle Mitarbeiter da erreicht. Und der Witz ist halt, Audios sin um ein Vielfaches einfacher zu produzieren als Videos. Und so ein Podcast, den ich euch empfehle in so einem Projekt einzusetzen, ist ja nicht nur einer, in dem jemand eine Botschaft vorliest oder ausspricht, sondern es soll ein interaktives Medium sein, wo mehrere Projektbeteiligte im Zweifelsfall als Interviewpartner mal reingeholt werden, dann sagt vielleicht der CO noch mal was. Muss nicht viel sein, also es geht hier nicht stundenlange Kommunikation, um Gottes willen, also so ein Ding reicht völlig, wenn es eine Viertelstunde lang ist oder zehn Minuten, trotzdem können da die entscheidenden Sätze gesagt werden. Und Videos sind um Welten komplizierter zu produzieren, also man braucht da nämlich nicht nur ein Mikro, sondern auch eine anständige Kamera oder vielleicht zwei, außerdem noch einen Maskenbildner, anständige Beleuchtung, und das Ganze auch noch reproduzierbar. Ein Podcast, ihr braucht ein Mikro und im Zweifelsfalle holt ihr einen Interviewpartner einfach über das Internet dazu. Gibt es ja diverse Lösungen, dazu braucht man noch nicht mal im selben Raum sein, könnt ihr da zuhören, das Ding schneiden und veröffentlichen. Also, Projektpodcast halt ich für ziemlich wichtig, um (full? #00:19:34-4#) formulierte Botschaften hierarchieübergreifend zu kommunizieren. Das heißt, liebe Leute, da ist die neue Folge des Projektpodcasts, ihr könnt die anhören. Punkt. Und jeder kann die anhören. Sorgt nur dafür, dass nicht jemand auf die Idee kommt und sagt: “Oh, der Podcast wird immer in den Abteilungsleiterrunden abgespielt und dann können die das in den jeweiligen Teamleiterrunden abspielen und dann spielen die Teamleiter das in ihren Runden ab”, das ist schwierig, muss man halt schauen. Ich persönlich bin ein Freund davon, es allen offen zu machen und zu sagen: “Da ist die Information, hört sie an, wenn ihr Zeit dazu habt!” Es muss natürlich auch ein attraktives Format sein! Und, ich glaube, und ich bin sogar fest davon überzeugt, “ich glaube” ist falsch, ich bin fest davon überzeugt und ich habe es nämlich auch schon beobachtet, dass so ein Projektpodcast dazu beitragen kann, Hierarchien abzubauen. Weil plötzlich ungefiltert alle Hierarchieebenen zu selben Zeit oder zur ähnlichen Zeit auf die gleichen Informationen zugreifen können. Und das Zusätzliche, wie gerade gesagt, es geht ja nicht nur um Senden, sondern es geht auch um Zuhören. Ihr müsst natürlich Kanäle aufmachen und zu den Leuten sagen: Leute, wir senden euch hier regelmäßig was, aber das ist dazu, um euch zu integrieren, damit ihr mitdenkt, überlegt und im Zweifelsfall sagt, das ist Quatsch, was ihr da gesagt habt, weil. Wir brauchen euer Feedback! Das heißt, macht hierarchieübergreifende Kanäle auf, um dieses Feedback einzusammeln. Also sagt nicht so was wie: “Lieber Mitarbeiter, sage es deinem Teamleiter, der sagt es seinem Abteilungsleiter, der sagt es seinem Bereichsleiter, der sagt es dann dem Projekt bei der Geschäftsleitung”, da haben wir wieder stille Post. Also da müsst ihr schon einen Kanal aufmachen und sagen: “Liebe Leute, das hier ist ein Sammelpostfach, da könnt ihr eure Meinung hinschicken” oder, wenn ihr es anonym haben wollt, gibt es da auch diverse Möglichkeiten. Und was nicht zu unterschätzen ist, so ein Podcast kann Vertrauen schaffen, Vertrauen zum Projekt, weil es ist eine persönlich Stimme, das ist nicht einfach eine Nachricht in irgendeinem Blog, wo man vielleicht gar nicht weiß, hat es der CO überhaupt geschrieben oder ist das einfach nur in Anführungsstrichen eine offizielle Verlautbarung, wo sein Name drunter steht, sondern, der hat es gesagt. Punkt. Der hat es gesagt, klipp und klar, das war der an dem Tag, in dem Podcast wurde das gesagt, das ist verständlich und das schafft langfristig auch Vertrauen. Denkt also darüber nach, wer spricht diesen Podcast und ist das im Zweifelsfall jemand aus der großen Führung des großen Change-Projekts oder denkt ihr über ein Gespann nach? Leute, die sich gegenseitig interviewen, aus verschieden Hierarchiestufen, um zu zeigen, schaut mal, wir haben Transparenz. Denkt mal darüber nach! Ich persönlich bin davon überzeugt, dass das ein riesiger Hebel sein kann, um auch in eurem Change-Projekt eine besondere Form der Kommunikation hinzukriegen. Wenn ihr Fragen dazu habt, fragt mich einfach. Ich habe euch ein paar Sachen dazu zusammengeschrieben auf einer Webseite, die erreicht ihr unter www.projektpodcast.de, also zusammengeschrieben, ein Wort, projektpodcast.de. Da ist das Ganze noch mal zusammengeschrieben, warum ich das für sinnvoll halte und da gibt es auch eine Kontaktmöglichkeit. Schickt mir einfach eine E-Mail an podcast@ihre-kundenbrille.de und stellt mir eure Fragen dazu, beantworte ich euch gerne. Und wenn ihr sagt, wie soll ich denn das umsetzen, glaubt mir, das ist echt technisch nicht besonders aufwendig. Was aufwendig ist, ist knackige Botschaften zu formulieren, das Ganze regelmäßig zu machen, aber das Aufsetzen eines internen Podcasts, das ist nicht so das technische Hexenwerk, das geht relativ simpel. Gut! Also ich hoffe, ich konnte euch ein paar Inspirationen mitgeben, wie ihr vielleicht die Kommunikation in euren größeren Change-Projekte und auch vielleicht in den kleineren Projekten, die aber Einfluss haben auf diverse Abteilungen oder viel mehr Leute als die, die in dem Projekt mitarbeiten, wie es ja meistens ist, da hoffe ich, ich konnte euch ein paar Inspirationen mitgeben. Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag, habt viel Spaß und bis bald, euer Oliver!